Reaktionen auf die Projekttage


Heinz Götz, Experte zum Projekt „Ich leiste, also bin ich“ schreibt:

„Für meine Geschäftspartnerin und mich war es eine große Freude, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Als Karriereberater und Coach sind unsere Klienten in der Regel deutlich älter. Gerade vor diesem Hintergrund sind wir noch immer nachhaltig beeindruckt, wie überlegt und konzentriert die Schüler und Schülerinnen zu diesem Thema mit uns diskutierten. Die überwiegende Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte schon eine sehr klare Vorstellung zum Thema Berufswahl. Wir haben die Einflußfaktoren, die Erwartungen und die Ziele der Schülerinnen und Schüler zu ihrer beruflichen Zukunft erarbeitet, auch hier waren wir sehr überrascht, wie klar die Jugendlichen zu diesem Thema waren. Der Vormittag war sehr bereichernd für uns, und wir kommen sehr gerne wieder.“ (T. Rothfeld + H. Götz)

 

Angelina Groß, Expertin zum Projekt „Flüchtlinge“ schreibt:

„Heute war der letzte Tag der Projekttage „Das Gut Mensch“, an meiner alten Schule, dem Gymnasium Fabritianum in Krefeld.
Ich durfte, gemeinsam mit meinem Bruder Dominik, eine Projektgruppe zum Thema „Flüchtlinge“ betreuen.  Mit einer Schülergruppe (7.-11. Stufe) erarbeiteten wir gemeinsam viele Aspekte zum Thema Flucht, Asyl und Rassismus.
Ich bin immer noch beeindruckt von den Schülerinnen und Schülern, die in ihrem Denken und ihrer Menschlichkeit so viel weiter sind, als manch ein Erwachsener.
Zum Abschluss des Projektes bekamen wir heute Besuch von ca. 12 aus Eritrea geflüchteten Menschen. Diese Begegnung war für uns alle eine Bereicherung und unglaublich wertvoll. Wir hörten aus erster Hand Geschichten über ihre Flucht durch die Sahara und übers Mittelmeer und trotzdem kann sich niemand von uns vorstellen, was diese Menschen dort erlebt haben müssen.
Sie erzählten davon, wie sie vier mal die Woche zum Deutschunterricht gehen, um ihrem Wunsch, später beispielsweise als Automechaniker, Frisörin oder Zugmechaniker arbeiten zu können, ein Stück näher zu kommen. Ein Wunsch nach Arbeit, der ihnen zur Zeit noch verwehrt bleibt.
Die Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt von der Offenheit und lebensfrohen Art der Refugees, tauschten Handynummern aus um weiterhin im Kontakt zu bleiben.

Warum ich das jetzt alles schreibe…
Mich regt es zum Nachdenken an, dass ich so ergriffen bin von der Tatsache, dass Flüchtlinge mit so offenen Armen empfangen werden. Denn wurde diesen Personen heute so entgegen getreten, wie sie es verdient haben: Als Menschen, wie du und ich. Mit Träumen, Ängsten… und vor allem mit Hoffnung.
Und das sollte doch einfach immer so sein.
Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden, durch das Lesen von Zeitungen oder das Schauen von Berichten, doch erst in der Begegnung kommen Emotionen hinzu, Sympathien und tiefes Mitgefühl. Und aufgrund dieser sollte sich jede Person sein eigenes Menschenbild schaffen.“


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Ein Gedanke zu “Reaktionen auf die Projekttage

  • Katharina Blum

    Liebe Projekttage Veranstalter und Mitmacher….
    ich durfte als Experte für Film mitmachen bei euren Projekttagen, die vor den Sommerferien stattgefunden haben und die hoffentlich alle in so guter Erinnerung haben wie ich. Ich war sehr angetan mit Schülern einen Filmklassiker durchzuarbeiten, denn sie wissen nicht was sie tun, mit James Dean. (Einziges Manko, ich hatte versäumt drauf hinzuweisen, dass wir einen abdunkelbaren Raum brauchen ;))
    Was Schüler sehen, wie sie Dinge interpretieren und wie sie sich auf diese für sie vollkommen ungewohnte Erzählweise, einlassen, hat mich nachhaltige beeindruckt. Da ich fest daran glaube, dass die Interpretation und das Verstehen von Bildern in dieser Zeit der Bilderflut so wichtig wie nie sind, bin ich dankbar für die Gelegenheit mit Schülern an so etwas wichtigem wie einem Filmklassiker gearbeitet zu haben. Wissen wie Bilder unsere Gefühle beeinflussen, es analysieren zu können, ist von hoher Bedeutung. Danke für die Einladung, ich komme gerne wieder. Katharina Blum